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Samstags-Uni: Was für ein Wunder?

Zarah Leander, Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh'n (1942)

Als Zarah Leander im Jahr 1942 für den deutschen Tonfilm Die große Liebe vor der Kamera steht, steht die schwedische Sängerin und Schauspielerin auf dem Höhepunkt ihrer Karriere in Nazi-Deutschland. Dass man sich noch heute an dieses Produkt aus Goebbelsʼ Propaganda-Werkstatt erinnert, liegt an zwei Schlagern, die den Durchhaltewillen der deutschen Bevölkerung antreiben sollten und deren Interpretation die Sängerin unsterblich machte: Davon geht die Welt nicht unter und Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehʼn. Doch die von Michael Jary vertonten Texte sind doppelbödig: Der Texter Bruno Balz hat sie geschrieben, während er von der Gestapo wegen Homosexualität inhaftiert war und gefoltert wurde. Der Vortrag geht der Frage nach, warum der Schlager vom ausstehenden Wunder nach dem Krieg eine so breite und vielfältige Rezeption entfalten konnte, insbesondere in der queeren Community – und durch Nina Hagens spektakuläre Adaptation von 1983 sogar in der Punk-Szene.

Kurstermine 1

Insgesamt gibt es 1 Termine zum diesen Kurs
– Datum Ort
1 Samstag  •  16.01.2027  •  11:15 - 13:00 Uhr Universität Kollegiengebäude I, Hörsaal 1010
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