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Samstags-Uni: Deutschland und Frankreich

Freunde in guten, aber auch in schlechten Zeiten?

Europa erlebt einen gaullistischen Moment, und es kommt auf die Regierungen in Berlin und Paris an, ob es diesen ergreift. Der französische Republikgründer Charles de Gaulle war der Erste, der erkannte, dass die Zukunft des europäischen Kontinents in seiner politischen Autonomie liegt. Er warnte frühzeitig davor, dass der amerikanische Verbündete eines Tages seine Interessen neu bestimmen und Europa sich für diesen Fall wappnen müsse. Zum ersten Mal seit 1945 muss Europa feststellen, dass es auf sich allein gestellt ist angesichts eines imperialistischen, aggressiven Russlands und eines Amerikas, das der EU spontan nichts Gutes will. In dieser Gemengelage kommt es mehr denn je auf Deutschland und Frankreich an. Wie steht es um die deutsch-französischen Beziehungen? Präsident Emmanuel Macron läuft die Zeit für seine Pläne zur europäischen Souveränität davon, während es Bundeskanzler Friedrich Merz schwerfällt, die enge Bindung zu Washington zu lösen. Bereitet der deutsch-französische Zwist den Weg für eine nationale Rückbesinnung und einen Wahlerfolg der Rechtspopulisten in Frankreich im nächsten Jahr?

Kurstermine 1

Insgesamt gibt es 1 Termine zum diesen Kurs
Datum Ort
1 Samstag  •  04.07.2026  •  11:15 - 13:00 Uhr Universität Kollegiengebäude I, Hörsaal 1010
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