Kursdetails
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Von der Minne zur Internet-Romanze Liebe und Zweisamkeit im gesellschaftlichen Wandel vom Mittelalter bis zur Gegenwart (Vortrag)

Viele Menschen sehnen sich nach Liebe. Sie wissen oftmals nicht, dass die als natürlich empfundene Liebesheirat eine gesellschaftliche Erfindung ist. Niklas Luhmann beschreibt, wie die Liebe seit dem Mittelalter immer populärer wird und schließlich im 19. Jahrhundert als Grund für die Ehe eingeführt wird. Damit reagiert die Idee der romantischen Liebe (= als quasi religiöser Bezugspunkt) auf die gesellschaftliche Unsicherheit, die Industrialisierung und Verstädterung. Gleichzeitig werden Nacktheit und sexuelle Praktiken immer mehr aus dem öffentlichen Raum verbannt und in die Ehe gefügt. Das Reden über Sexualität und die damit verbundenen Entgleisungen wechseln nach Foucault im 19. Jahrhundert vom Beichtstuhl in den Machtbereich der Wissenschaft. Nach Niklas Luhmann übernehmen Ratgeber, Romane und Spielfilme (= Semantik) die gesellschaftliche Steuerung der Liebesbeziehungen in der Gegenwart. Das Internet löst im 21. Jahrhundert den Tanzboden als Ort der erotischen Annäherung ab. -Anmeldung erforderlich.

Kurstermine 1

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– Datum Ort
1 Montag  •  19.10.2026  •  18:15 - 19:45 Uhr SK 204
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