Samstags-Uni: "Aux armes, citoyens!"
Die Marseillaise (1792) und die Erfindung der Nation: Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf eine Hymne
Die französische Nationalhymne La Marseillaise gehört zu den bekanntesten politischen Liedern Europas und ist eng mit den Idealen der Französischen Revolution verbunden. Sie entstand 1792 als Revolutions- und Kriegslied des Offiziers Claude Joseph Rouget de Lisle und wurde 1795 erstmals zur französischen Nationalhymne erklärt. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wechselte ihr politischer Status mehrfach, ehe sie 1879 endgültig den Status der Nationalhymne erhielt. – Der Vortrag zeichnet die historische Entwicklung der Marseillaise nach und beleuchtet ihre Bedeutung als Symbol der Französischen Revolution und der Republik. Zugleich werden ihre kriegerische Sprache und die bis heute anhaltenden Debatten um ihre Deutung thematisiert. Anhand kulturwissenschaftlicher Perspektiven wird gezeigt, wie die Marseillaise als Medium kulturellen Gedächtnisses und Ausdruck nationaler Identität bis in die Gegenwart hinein wirksam ist. Der Vortrag lädt dazu ein, die Marseillaise als lebendigen Erinnerungsort der französischen Geschichte und Kultur neu zu entdecken.
| Kursnummer | 262100436 |
| Beginn | Sa., 05.12.2026, 11:15 Uhr |
| Dauer | 1 Termin |
| Kursort |
Universität Kollegiengebäude I, Hörsaal 1010 |
| Kursleitung |
Prof. Dr. Andreas Gelz
|
| Gebühr | 0,00 € |
Kurstermine 1
| – | Datum | Ort |
|---|---|---|
| 1 | Samstag • 05.12.2026 • 11:15 - 13:00 Uhr | Universität Kollegiengebäude I, Hörsaal 1010 |

